
Über den Tellerrand geschaut: Austausch der lokalen EYWA-Partnerschaften in Berlin
Vom 5. bis 7. November 2025 fand in Berlin das Abschlusstreffen des Pilotprojekts der Nationalen Kontaktstelle (NKS) zur Umsetzung der European Youth Work Agenda (EYWA) in Deutschland statt. Dieses bundesweite Pilotprojekt ist ein Projekt zur Unterstützung lokaler Partnerschaften zur Umsetzung der European Youth Work Agenda in Deutschland. Eingeladen waren Vertreter*innen der acht ausgewählten Kommunen Oldenburg, Hamburg, Nürnberg, Cottbus, Rhein-Selz, Erding, Dortmund und Bremen. Aus unserem joiN-Netzwerk Nürnberg nahmen wir mit großer Vorfreude teil – gespannt darauf, Bilanz zu ziehen, voneinander zu lernen und gemeinsam einen Blick in die Zukunft der Jugendarbeit zu werfen.
Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2025
Gleich zum Auftakt gab die NKS einen Rückblick auf das Jahr 2025 und zog eine positive Bilanz ihrer Arbeit. Anschließend präsentierten die lokalen Partnerschaften ihre Aktionspläne und erzielten Fortschritte. Jede Kommune konnte von eigenen Erfolgen berichten – etwa neu geschaffenen Angeboten, verbesserten Strukturen oder verstärkter Sichtbarkeit für die Jugendarbeit vor Ort. Im Plenum wurden anschließend die größten Erfolge 2025 zusammengetragen und gewürdigt. Es war beeindruckend zu sehen, wie vielfältig die European Youth Work Agenda auf lokaler Ebene mit Leben gefüllt wurde und welche Synergien zwischen lokalen und europäischen Jugendzielen geschaffen werden konnten.
Über den Tellerrand – voneinander lernen
Ein besonderer Schwerpunkt des Treffens lag auf dem Austausch und dem Blick über den Tellerrand. In moderierten Fokusgruppen arbeiteten wir an einer Bedarfsanalyse der Jugendarbeit. Dabei wurden vielfältige Perspektiven aus Praxis und Verwaltung zusammengetragen, um darauf aufbauend fundierte Empfehlungen zu entwickeln und die Umsetzung der EYWA in der Praxis effektiv und nachhaltig zu verbessern. Dieses strukturierte Arbeiten zeigte uns nicht nur Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den einzelnen Regionen auf, sondern schuf auch Raum für intensives voneinander Lernen.
Ebenso wertvoll war der informelle Austausch zwischen den Programmpunkten und am Abend. In Kaffeepausen, beim gemeinsamen Essen und bis in den späten Abend konnten wir offen diskutieren, wie andere Netzwerke Herausforderungen angehen und Projekte umsetzen. Oft stellten wir fest, dass wir vor ähnlichen Fragen stehen – und erhielten gleichzeitig frische Ideen, wie wir diese lösen können. Ein großer Mehrwert des Projekts waren genau diese Austauschmöglichkeiten mit anderen Kommunen und Träger*innen der Jugendarbeit – und in Berlin wurde dieser Mehrwert voll ausgeschöpft. Wir kehren mit zahlreichen Inspirationen nach Nürnberg zurück, vom Match-Hub über neue Methoden der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Ansätzen für zukünftige Jugendprojekte.
Ausblick auf 2026 – wie geht es weiter?
Zum Abschluss richteten wir den Blick nach vorn: In einem Zukunftsworkshop entwickelten die Teilnehmenden eine gemeinsame Vision für 2026. Die Ergebnisse – von neuen Kooperationsideen bis zu Wunschvorstellungen für die Weiterführung der lokalen Partnerschaften – wurden am Freitagvormittag im Plenum präsentiert. Dabei wurde deutlich, dass alle beteiligten Netzwerke hochmotiviert sind, die begonnene Arbeit fortzusetzen. Die Nationale Kontaktstelle skizzierte mögliche nächste Schritte und Ausblick: So besteht die Aussicht, das Projekt über 2025 hinaus zu verlängern. Interessierte Kommunen können sich bereits melden, um ab 2026 Teil der lokalen Partnerschaften zu werden.
Für uns als joiN-Netzwerk Nürnberg war dieses Treffen ein voller Erfolg. Wir haben nicht nur fachlich profitiert, sondern auch neue Kontakte und Freundschaften geknüpft. Mit frischem Elan und vielen konkreten Ideen kehren wir in unseren Arbeitsalltag zurück. Die Tage in Berlin haben gezeigt, wie viel Kraft in der bundesweiten Vernetzung steckt, wenn es darum geht, Jugendarbeit gemeinsam weiterzuentwickeln – lokal verwurzelt und europäisch inspiriert. Wir freuen uns darauf, die European Youth Work Agenda weiter mit Leben zu füllen und sind gespannt auf die nächsten Kapitel in 2026!

