Erster Fachkräfteaustausch Nürnberg – Córdoba – Nizza


Im Sep­tem­ber 2024 fand in Nürn­berg der ers­te Fach­kräf­te­aus­tausch zwi­schen Fach­kräf­ten der Jugend­ar­beit aus Nürn­berg, Cór­do­ba und Niz­za statt. Als Auf­takt einer län­ger­fris­tig ange­leg­ten Zusam­men­ar­beit stand die­ses Tref­fen ganz im Zei­chen des ers­ten Ken­nen­ler­nens. Men­schen, Arbeits­fel­der und Per­spek­ti­ven kamen zusam­men – neu­gie­rig, offen und mit dem gemein­sa­men Inter­es­se, inter­na­tio­na­le Jugend­ar­beit als ver­bin­den­des Ele­ment zu nutzen.

Im Mit­tel­punkt stan­den der Auf­bau von Bezie­hun­gen und das gegen­sei­ti­ge Ver­ste­hen. Wer arbei­tet wie, unter wel­chen Bedin­gun­gen und mit wel­chen Ziel­grup­pen? Wel­che The­men bewe­gen jun­ge Men­schen in den jewei­li­gen Städ­ten, und wel­che Rol­le spielt Jugend­ar­beit vor Ort? Die­se Fra­gen zogen sich wie ein roter Faden durch die gemein­sa­men Tage. Dabei ging es weni­ger um fer­ti­ge Kon­zep­te als um Zuhö­ren, Ver­glei­chen und Einordnen.

Ein beson­de­rer Schwer­punkt lag auf der Wis­sens­ver­mitt­lung zur Jugend­ar­beit in Nürn­berg. Die Teil­neh­men­den erhiel­ten Ein­bli­cke in Struk­tu­ren, Trä­ger­land­schaft und Arbeits­an­sät­ze der Nürn­ber­ger Jugend­ar­beit. Besu­che bei Ein­rich­tun­gen, fach­li­che Inputs und Gesprä­che mit loka­len Akteur*innen mach­ten sicht­bar, wie viel­fäl­tig Jugend­ar­beit in Nürn­berg auf­ge­stellt ist und wel­che päd­ago­gi­schen Hal­tun­gen ihr zugrun­de lie­gen. Gleich­zei­tig ent­stand Raum für kri­ti­sche Nach­fra­gen und den Aus­tausch über Unter­schie­de zu den Sys­te­men in Spa­ni­en und Frankreich.

Neben der fach­li­chen Ebe­ne spiel­te das per­sön­li­che Ken­nen­ler­nen eine zen­tra­le Rol­le. Gemein­sa­me Pro­gramm­punk­te, infor­mel­le Gesprä­che und Zeit außer­halb der Work­shops tru­gen dazu bei, Ver­trau­en auf­zu­bau­en. Ers­te Ideen für mög­li­che Aus­tausch­maß­nah­men nah­men Gestalt an – noch vor­sich­tig, aber getra­gen von dem gemein­sa­men Wunsch, jun­ge Men­schen künf­tig stär­ker inter­na­tio­nal zu vernetzen.

Der Aus­tausch dien­te damit vor allem als Grund­la­ge: Bezie­hun­gen wur­den geknüpft, gemein­sa­me Inter­es­sen sicht­bar gemacht und mög­li­che Ver­bin­dun­gen aus­ge­lo­tet. Auch wenn noch kei­ne kon­kre­ten Maß­nah­men fest­ge­legt wur­den, ent­stand ein kla­res gemein­sa­mes Ver­ständ­nis dafür, wel­ches Poten­zi­al in einer tri­la­te­ra­len Zusam­men­ar­beit liegt.

Rück­bli­ckend bil­de­te der ers­te Fach­kräf­te­aus­tausch in Nürn­berg ein wich­ti­ges Fun­da­ment. Er schuf die Basis für wei­te­re Begeg­nun­gen, ver­tie­fen­de Gesprä­che und die Ent­wick­lung gemein­sa­mer Pro­jek­te – und mach­te deut­lich, dass inter­na­tio­na­le Jugend­ar­beit dort beginnt, wo Men­schen bereit sind, von­ein­an­der zu ler­nen und Bezie­hun­gen wach­sen zu lassen.