Ende März 2025 kamen Fachkräfte der Jugendarbeit aus Córdoba, Nürnberg und Nizza zu einem intensiven Austausch zusammen. Das Treffen mit den beiden Partnerstädte Nürnbergs, war weit mehr als ein formales Wiedersehen. Es war bereits das zweite Aufeinandertreffen dieser Konstellation, spürbar geprägt von Vertrautheit, Offenheit und dem gemeinsamen Wunsch, internationale Jugendarbeit weiterzudenken und langfristig zu verankern.
Im Mittelpunkt standen das Knüpfen und Vertiefen von Kontakten sowie der Ausbau bereits bestehender Beziehungen. Die ersten Begegnungen hatten Neugier geweckt – dieses zweite Treffen baute darauf auf. Gespräche wurden konkreter, Ideen greifbarer, Perspektiven klarer. Deutlich wurde dabei: Internationale Jugendarbeit lebt von persönlichen Beziehungen, von Vertrauen und vom gegenseitigen Verständnis für unterschiedliche Arbeitsrealitäten.
Ein zentraler Bestandteil des Programms war das Kennenlernen der Jugendarbeit in Córdoba. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in lokale Strukturen, Arbeitsweisen und thematische Schwerpunkte. Besonders spannend war der Austausch darüber, wie Jugendarbeit unter unterschiedlichen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Rahmenbedingungen gestaltet wird – und wo sich trotz aller Unterschiede überraschend viele Gemeinsamkeiten finden.
Ein Highlight des Austauschs war der Besuch des BOOMBAP DANCE STUDIO. Tanz als Ausdrucksform, als Zugang zu jungen Menschen und als Werkzeug der Bildungsarbeit stand hier im Fokus. Neben dem Kennenlernen der pädagogischen Arbeit der Tanzschule konnten die Teilnehmenden auch eine Vorführung erleben, die eindrucksvoll zeigte, wie kreativ, empowernd und verbindend kulturelle Jugendarbeit sein kann. Der Besuch eröffnete neue Denkansätze, wie kulturelle und künstlerische Elemente stärker in internationale Projekte integriert werden können.
Über die gesamte Woche hinweg wurde deutlich, dass Lust und Interesse an internationaler Jugendarbeit weiter gewachsen sind. Der Austausch wirkte motivierend, bestärkend und inspirierend – nicht nur im Hinblick auf zukünftige Projekte, sondern auch auf die eigene fachliche Haltung. Bestehende Verbindungen wurden vertieft, neue Ideen angestoßen und konkrete nächste Schritte für eine weitere Zusammenarbeit ins Auge gefasst.
Der Fachkräfteaustausch in Córdoba zeigte einmal mehr, wie wertvoll kontinuierliche Begegnungen sind. Internationale Jugendarbeit braucht Zeit, Wiederholung und echte Begegnung. Genau dafür bot diese Woche den passenden Rahmen – und legte ein solides Fundament für alles, was noch folgen wird.