Der zweite Teil der deutsch-französischen Jugendbegegnung wurde in Nürnberg durchgeführt. Zu Beginn des Monats August hatten die teilnehmenden Jugendlichen die Gelegenheit, sich erneut persönlich zu begegnen und an die im April erarbeiteten Ergebnisse anzuknüpfen.
Im Zentrum standen neben dem thematischen Schwerpunkt der Nachhaltigen Entwicklung insbesondere die direkte Begegnung, sowie der interkulturelle Austausch zwischen 18 Jugendlichen aus Nizza (Frankreich) und Nürnberg. Das Thema Nachhaltigkeit durchzog das abwechslungsreich gestaltete Programm, in dessen Rahmen Erfahrungen gesammelt, Hintergründe erarbeitet und unterschiedliche Perspektiven ausgetauscht wurden.
Workshops zum Thema
CO² Fußabdruck und upcyling Workshop
CO² Fußabdruck: Hier wurde in einem online Spiel ausgerechnet, wie hoch der persönlich CO² Fußabdruck ist und in einem politischen Planspiel überlegt, wie man diesen individuell und gesellschaftlich verringern konnte.
Im Upcycling-Workshop verwandelten die Teilnehmenden scheinbar nutzlose, alte Dinge und Verpackungsreste in echte Unikate – und brachten dabei ihre eigenen Ideen handwerklich und kreativ zum Leben. Dabei stand im Vordergrund, den Blick der Jugendlichen dafür zu schulen, wie viel Müll der Konsum unserer Gesellschaft produziert und was sie selbst tun können, um dem entgegenzuwirken.
Tag in der Natur
Bei der Sanddüne in Nürnberg-Erlenstegen wurden die Besonderheiten des Gebiets und seine Biodiversität vorgestellt. Dabei entdeckten die Teilnehmenden zahlreiche verschiedene Insekten. Nach einem Kooperationsspiel ging es weiter in den Wald nach Erlangen-Tennenlohe. Am Walderlebniszentrum wurden wir herzlich vom Förster und Leiter des Zentrums empfangen. Gemeinsam starteten wir mit einem Kennenlernspiel, bevor die Schüler/innen auf spielerische Art und Weise erfuhren, wie ein Baum aufgebaut ist. Dieses Wissen half ihnen später dabei, ihren eigenen „Klimabaum” zu entwerfen – ein Baum, der optimal auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet ist.
Erkunden der Stadt
Am ersten Abend führte es die Jugendlichen bereits in die Nürnberger Innenstadt zum „Bardentreffen“. Dort begegneten sie Musikerinnen, Straßenkünstlern und Gruppen aus aller Welt und tauchten in die besondere Atmosphäre des Festivals ein. Auch im weiteren Verlauf der Woche standen gemeinsame Aktivitäten in der Stadt auf dem Programm: Bei einer Stadtrallye stellten die Jugendlichen den Gästen sehenswerte Orte Nürnbergs vor. Dabei stand auch die Aufgabe, Dinge im Stadtbild zu finden, die nachhaltigen Charakter tragen.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände. Dort beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit der Nürnberger Vergangenheit und den Lehren aus der deutschen Geschichte. Der Besuch bot Anlass zu vertieften Gesprächen und förderte die Auseinandersetzung mit Werten wie Toleranz und Verantwortung. Im Anschluss ging es in die Kunstvilla, wo die Jugendlichen eine spannende Ausstellung besichtigten. Danach konnten sie den Nachmittag individuell in der Innenstadt gestalten.
Freizeit, Begegnung und Miteinander
Neben dem offiziellen Programm standen den Jugendlichen zahlreiche Freizeitaktivitäten zur Verfügung, die das Gruppengefühl stärkten und Raum für Begegnungen schufen.
So besuchten sie gemeinsam das Bardentreffen und genossen einen unterhaltsamen Bowlingabend. In der Innenstadt erkundeten sie in kleinen Gruppen die Stadt und nutzten die Chance zum Shoppen. Im Kinder- und Jugendhaus „Wiese 69″ bereitete die Gruppe ein deutsch-französisches Abendessen zu, alle tanzten zusammen und gemeinsam wurde sich beim Karaoke ausprobiert. Bei einem gemeinsamen Grillabend hatten die Jugendlichen weitere Möglichkeiten, sich miteinander auszutauschen und Freundschaften zu vertiefen. Auch spielerische Aktivitäten wie Werwolf-Runden und Volleyball sorgten für jede Menge Spaß und stärkten das Miteinander der Gruppe.
Fazit
Die gemeinsam verbrachte Zeit und die erlebten Momente werden allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Es sind neue Freundschaften entstanden, und die Jugendlichen konnten wertvolle Erfahrungen sowohl zum Thema als auch im Austausch miteinander, sammeln. Ein besonderer Dank gilt den französischen Partnern für die gelungene Zusammenarbeit und Organisation, die diese bereichernde Begegnung möglich gemacht haben.

